Bonaire 2009
Buddy-Dive-Resort

 
Wie man sieht, bin ich ein Leguan. Ich wohne auf Bonaire im Buddy-Dive-Resort. Irgendwie gehöre ich mit meiner Familie schon zum Inventar und weiß auch über alles sehr gut Bescheid.   Hier seht ihr den Seniorchef und Inhaber des Buddy - Dive - Resort Martien van der Valk mit seiner Tochter Michelle und Schwiegersohn Paul Coolen, beide Generalmanager und sehr nett.

 

Als erstes werde ich euch durch die Anlage führen. Sie macht einen sehr gepflegten Eindruck, alles ist sauber und die Menschen fühlen sich dort sehr wohl. Mir gefällt es natürlich auch, denn für mich gibt es immer wieder mal ein Leckerli in Form von Salat, Bananen oder anderem Obst. Manche Menschen mögen mich und meine Freunde nicht, sie finden uns häßlich. Naja, über Geschmack läßt sich bekanntlich streiten. Ich finde mich jedenfalls sehr schön!!! Übrigens gibt es uns viel, viel länger auf dieser Erde als die Menschen. Das muß an dieser Stelle einmal gesagt werden. Die meisten meiner Familie leben im Norden der Insel im Washinton - Nationalpark. Dort muß man sich schon selber um sein Futter kümmern. Ich lebe jedenfalls gern im Buddy-Dive-Resort, dort kennt man mich und die Urlauber und Taucher sind fast alle sehr nett zu mir und meiner Großfamilie.
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Bilder vom Buddy-Dive-Resort (klick ins Bild)

 

Dann höre ich auch gern zu, wenn die Taucher so von ihren Unterwassererlebnissen berichten. Das ist sehr spannend und interessant.
Da gibt es zum Beispiel den Tauchgang an der Hilma Hooker. Die Hilma Hooker ist nämlich Bonaires berühmtestes Wrack, und alle Taucher wollen mindestens einmal dort getaucht haben. Die Einstiegsstelle ist, wie alle Tauchplätze auf Bonaire, mit einem gelben Markierungsstein an der Straße gekennzeichnet.
Ja, und dann schwärmen immer alle von dem Tauchplatz Margate Bay . Da soll es auch ganz toll sein, das habe ich jedenfalls gehört. Schaut euch doch einfach mal die Bilder an. Für mich ist das Tauchen nichts. Obwohl Leguane schwimmen können, bleibe ich lieber hier in der Anlage.

Bilder
so sah die Hilma Hooker kurz vor ihrer Versenkung aus
Die Hilma Hooker ist nämlich Bonaires berühmtestes Wrack. Es ist ein 103 m langes Stahlschiff mit einer dunklen Vergangenheit, hatte verschiedene Eigentümer und Namen. Der letzte Name war Hilma Hooker und registriert war es in San Andres, Kolumbien.
1984 sollen die Rudermaschinen versagt haben und das Schiff trieb auf Kralendijk zu. Die Zollbehörden fanden bei der Durchsuchung des Schiffes hinter einen falschen Schiffswand 25.000 Pfund Marihuana.
Der Eigner des Schiffes war nicht aufzufinden und die Mannschaft wußte nicht mehr, woher sie kam und wohin sie wollte. Das Schiff war nun herrenlos. Eine Gruppe von Tauchlehrern bewirkte bei der Regierung, daß das Schiff als Attraktion für die Taucher versenkt werden sollte, da Bonaire bisher kein betauchbares Wrack hatte.
Am 7. September 1984 wurde das Schiff also zu seinen heutigen Standort geschleppt und
am 12.September dann versenkt. Das dauerte nur 2 Minuten. Es liegt nun auf der Steuerbordseite in 30m Tiefe auf dem Sand gleich neben dem Tauchplatz Angel City.
Inzwischen ist das Wrack sehr gut bewachsen und immer einen Tauchgang wert.
Übrigens: auf der Insel erzählt man sich, daß vom dem Marihuana so einiges auf seltsame Weise verschwand und so mancher Inselbewohner für einige Zeit high war. Aber das wird
nur erzählt. Trotzdem, an jedem Gerücht ist ein Fünkchen Wahrheit.
Hilma Hooker ( klick ins Bild )
Nun liegt sie auf dem Meeresgrund und dieTaucher freuen sich darüber.Das Wrack ist mit Schwämmen und Korallen bewachsen und ein Zuhause für manchen Fisch geworden.Der Mast ist gut bewachsen, ebenso die Aufbauten. An der Schraube wachsen Schwämme und ein alter Zacki betrachtet das Wrack als sein Zuhause. Außerdem wohnen dort noch ein Drachenkopf, eine gefleckte große Muräne und Tarpone gibt es auch dort. Aber, schaut euch das doch alles selber an. Das Wrack ist gut zu betauchen. Die Mittagszeit ist am besten dafür geignet, denn da steht die Sonne fast senkrecht über der Tauchstelle. Also, nichts wie hin und viel Spaß dabei.
Margate Bay
Margate Bay liegt im Süden der Insel und ist ein wunderbarer Tauchplatz. Der Einstieg ist sogar ,,seniorengerecht ", also, man kann sehr bequem ins Wasser gehen. Die Unterwasserlandschaft ist wie ein schöner Park, nur, daß es dort statt Bäume und Sträucher traumhafte Korallen gibt. Es ist eine Freude dort zu tauchen und man kann dabei fast die Zeit vergessen.
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Margate Bay (klick ins Bild )
Zwischen Straße und Meer ist etwas Wasser, man kann sagen fast wie ein Überlaufbecken für Ebbe und Flut. Da ist es besser, an der Straße stehen zu bleiben. Diese gelben Steine liegen an allen Tauchplätzen, die man vom Land aus betauchen kann. Auf der Ladeflächenklappe läßt es sich gut im Sitzen anziehen.

Nach dem Einstieg taucht man über eine kleine Sandfläche, die mit Geweihkorallen bewachsen ist. Danach beginnt das Riff in etwa 7 m Tiefe und ist sehr schön bewachsen. An der Riffkannte geht es ca. 30 m tief runter bis auf den Sandgrund. Das Beste aber sieht man zwischen 5 und 15 m, da gibt es auch keine Probleme mit der Helligkeit beim Fotografieren. Also, nichts wie hinein in den schönen Unterwasserpark. Es gibt hier Korallen und Schwämme, die tatsächlich wie Bäume und Sträucher aussehen, und das in einer Tiefe zwischen 10 und 15 m. Meine Freunde sagen immer, dass Margate-Bay die schönste Unterwasserlandschaft sei. Nun, die müssen es ja wissen.


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So, ich habe mich inzwischen in der Sonne etwas ausgeruht und die Taucher haben sich ihre Unterwasseraufnahmen angesehen . Diesmal sind es alles Nahaufnahmen, bzw. Makroaufnahmen. Nun, unter Wasser gibt es ja jede Menge Kleinkram, zum Beispiel Putzergarnelen, Anemonen, Schlangensterne, Schnecken und noch vieles mehr. Meine beiden Taucher, unter deren Liege ich mich immer ausruhte und die mir auch sehr oft Bananen und Papayas servierten, haben sogar einen Frogfish und ein Seepferdchen gesehen. Das ist schon fast ein Wunder, schließlich kommen die nur sehr selten vor.
In der nachfolgenden Slide-show könnt ihr euch einmal ansehen, was die so alles vor die Linse behommen haben. Viel Vergnügen dabei, ich ziehe mich jetzt zurück.
Übrigens, meinen Freunden hat es hier sehr gut gefallen und ich würde mich sehr über jeden, der mich hier mal besucht.

 

Und das sagen meine beiden Taucher:
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Es war mal wieder ein sehr schöner Tauchurlaub auf der Insel Bonaire. Wie immer, hat es uns hier sehr gut gefallen und im Buddy-Dive-Resort haben wir uns so richtig wohl gefühlt. Die Leguane sind übrigens wirklich auf der ganzen Insel zu finden. Es gibt ganz kleine und manche Exemplare erreichen eine Länge von ca.1m. Sie sind aber harmlos und warten oft nur auf Leckerlis in Form von Obst und Gemüse, denn sie sind ja Pflanzenfresser.

So, und nun klickt einfach auf die Nase von dem Skorpionsfisch und schaut euch ein paar Bilder an. Kann ja sein, daß wir uns dann einmal auf Bonaire begegnen. Es lohnt sich.


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